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Balladenautoren

Die berühmtesten Balladenautoren sind wohl Johann Wolfgang von  Goethe und Friedrich Schiller. Sie haben einen Grossteil der klassischen Balladen geschrieben. Allerdings werden bis heute Balladen geschrieben, weshalb es unzählige Balladenautoren gibt, die zu unterschiedlichsten Zeiten lebten und leben. Im folgenden Teil werde ich einige dieser Autoren vorstellen, angefangen bei Gottfried August Bürger, der im Jahre 1773, dem Geburtsjahr der Kunstballade, ein Erzählgedicht mit dem Namen Leonore geschrieben hat, dass als „Vorbild“ für viele der nachfolgenden Balladen gilt. Danach werde ich Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller vorstellen, danach weitergehen in die Zeit von Theodor Fontane und dort etwas genauer von Eduard Mörike und Heinrich Heine berichten. Zuletzt werde ich euch noch Robert Gernhardt vorstellen, der als einer der bedeutendsten zeitgenössischen deutschen Schriftsteller gilt.


Gottfried August Bürger:
Gottfried August Bürger  wurde am 31. Dezember 1747 in Molmerswende geboren.  Er war der Sohn eines Landpfarrers, der aber nicht sonderlich an der Ausbildung seines Sohnes interessiert  war. Er verdankte es seinem Grossvater, dass er trotzdem eine höhere Ausbildung bekam. Ab 1760 besuchte er eine Schule in Aschersleben, wurde jedoch wegen einer Schlägerei  von der Schule verwiesen.  An seiner neuen Schule machte er erste Kontakte mit der Schriftstellerei  und freundete sich mit dem Lyriker von Goeckingk an.  1764 begann er Theologie zu studieren, wechselte dann aber zu Rechtswissenschaften. Er hat dreimal geheiratet, aber keine seiner Ehen war glücklich. Berühmt sind vor allem seine Balladen und „Die Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen“ geworden. Bürger ist am 8. Juni 1794 gestorben.


Johann Wolfgang von Goethe:
Geboren wurde Johann Wolfgang von Goethe am 28. August  1749. Allerdings hat er nicht immer von Goethe geheissen: geadelt wurde er erst 1782. Im Gegensatz zu Bürger erhielt Johann Wolfgang von Goethe eine aufwendige Ausbildung in verschiedenen Gebieten. Schon früh begann von Goethe Gedichte und Märchen zu schreiben. Er hat Jura studiert, aber nur auf Druck des Vaters hin und nur mit wenig Begeisterung. Lieber schrieb er Gedichte oder besuchte Theaterstücke. 1769 wurde "Neue Lieder" als erstes seiner Werke veröffentlicht. 1768 erlitt Goethe einen Blutsturz, er kehrte daraufhin  für längere Zeit ins Elternhaus zurück. Nach der Zeit bei den Eltern widmete er sich wieder seinem Studium, diesmal mit ein wenig mehr Begeisterung. Goethe hat sehr viel geschrieben: Gedichte, Dramen, erzählende Werke… auch den  vielen Briefe die er geschrieben hat, wird grosse Bedeutung beigemessen. Goethe ist schliesslich am 22. März 1832 in Weimar gestorben.


Friedrich Schiller:
Friedrich Schiller ist am 10. November 1759 geboren. Bereits mit dreizehn Jahren verfasste er erste Theaterstücke; "Die Christen" und "Absalon". Heute sind aber beide Stücke nicht mehr erhalten. Wie auch von Goethe hat Friedrich Schiller erst ein Rechtsstudium begonnen, aber später wechselte er auf das Studienfach Medizin.  Er war fasziniert von den Werken Goethes. Als die Beiden sich anfangs kennenlernten, waren sie erbitterte Konkurrenten.  Erst später wurden sie zu sehr engen Freunden die sich beinahe täglich besuchten und ihre Gedanken austauschten. Viele seiner Balladen sind 1797 während dem „Balladenjahr“ entstanden. Bereits einige Monate vor Schillers tatsächlichem Tod verbreitete eine Zeitung die Falschmeldung er wäre tot.  Am 25. Juli 1804 wurde noch seine jüngste Tochter geboren, danach erkrankte er an Tuberkulose und starb schlussendlich am 9. Mai 1805.


Eduard Mörike:
Geboren wurde Eduard Mörike am 8. September 1804 in Ludwigsburg. Insgesamt hatte er zwölf Geschwister. Bereits 1817 verstarb sein Vater, nach dessen Tod wurde Eduard Mörike von seinem Onkel aufgenommen. Er zog nach Stuttgart und begann dort eine Ausbildung am Gymnasium.  Seine schulischen Leistungen waren zwar nur mässig und er bestand auch das Landsexamen nicht, trotzdem nahm ihn aber  das Uracher Seminar auf. Die dortigen Begegnungen mit der Schriftstellerei waren prägend für den späteren Schriftsteller. Er wurde Pfarrer, war aber nie besonders begeistert von seinem Beruf. Lieber hätte er sich der Schriftstellerei zugewandt, traute sich aber nicht wirklich sich als freier Schriftsteller durchzuschlagen. Zu Lebzeiten Mörikes erkannte beinahe niemand seine literarische Bedeutung, erst nach dem Tod Mörikes wurden seine literarischen Werke anerkannt. Mörike ist am 4. Juni 1875 gestorben.


Heinrich Heine:
Heinrich Heine wurde am 13. Dezember 1797 geboren. Sein Geburtsname war Harry Heine. Man weiss aber nicht so genau, ob der 13. Dezember 1797 sein wirkliches Geburtsdatum ist, denn alle Dokumente die das bestätigen könnten sind mit der Zeit verloren gegangen. Heinrich Heine selbst hat als Geburtsdatum immer den 31. Dezember 1799 angegeben manchmal auch den 1. Januar 1800.  Im Hamburger Wächter  wurden 1817 die ersten seiner Gedichte veröffentlicht. Geschrieben hat er aber auch schon als Kind, aber sein Onkel zu dem er später zog, hatte wenig Verständnis für seine Begeisterung  für Literatur. Eine Zeit lang arbeitete er in der Bank seines Onkels, da er aber kein Talent für Geldgeschäfte mitbrachte, richtete ihm sein Onkel ein Tuchgeschäft ein. Dieses musste jedoch schon nach kurzer Zeit Konkurs anmelden, da sich Heinrich Heine lieber seinen Gedichten zuwandte, als für sein Geschäft zu sorgen. Sein berühmtestes Gedicht heute ist "Die Loreley". Im Jahre 1848 erlitt Heine einen Zusammenbruch. Er war daraufhin fast vollständig gelähmt, hat aber trotzdem noch weitergeschrieben. Am 17. Februar 1856 starb Heinrich Heine schliesslich. An was er erkrankt war, ist bis heute unklar.


Robert Gernhardt:
Geboren wurde Robert Gernhardt am 13. Dezember 1937. Er hat nicht nur geschrieben sondern war auch noch Maler und Zeichner. Er hat Kunst und Germanistik studiert. Ursprünglich war er in Tallin, der Hauptstadt von Estland, geboren worden. Allerdings mussten er und seine Familie 1939 nach Polen übersiedeln. Nach Abschluss seines Germanistikstudiums hat er bei verschiedenen Zeitschriften gearbeitet, vorwiegend bei Satirezeitschriften. Erste Gedichte hat Robert Gernhardt 1980 veröffentlicht. 1990 wurde er auch von verschiedenen Kritikern als bedeutender Lyriker anerkannt. Robert Gernhardt hat auch viele Beiträge in Zeitschriften unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlicht. Erst später hat er seine Pseudonyme abgelegt und unter seinem Namen geschrieben.  Er hat im Laufe seines Lebens auch an verschiedenen Universitäten Vorlesungen gehalten. Sein Nachlass umfasst 40 000 Druckseiten an Versen, Aufzeichnungen und Notizen, dieser liegt heute im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Robert Gernhardt ist am 30. Juni 2006 in Frankfurt am Main verstorben.

 

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